Auf dem bewaldeten Rugenhügel in Interlaken baut ihr Vater, Carl von Rappard, 1861 nicht nur ein Grandhotel (das heutige „Regina“), sondern auch eine Villa, wo in den folgenden Jahren eine grosse Zahl bedeutender Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kunst ein und aus gehen. Hier findet sich der geistige Nährboden für die junge Künstlerin. Im Sommer wohnt die Familie in Interlaken, im Winter bereist sie die verschiedensten Länder Europas und des Nahen Ostens. Unterwegs, in Berlin und Hannover, erhält Clara eine gründliche Ausbildung. Kaum 20 Jahre alt, bekommt sie die ersten Porträt-Aufträge. Der familieneigene Rugenpark macht es möglich, dass Clara auch im Freien malen kann, was zu jener Zeit einer Frau ohne Begleitung nicht erlaubt war. Sie wird eine der ersten Pleinair-Malerinnen der Schweiz. Immer wieder malt sie den südlichen Ausblick gegen die Jungfrau, bei den unterschiedlichsten Wetter- und Lichtstimmungen. Auf dem Höhepunkt ihres Schaffens wird sie als „bedeutendste Malerin der Schweiz“ gefeiert.

mehr Informationen unter: www.claravonrappard.ch