Seine leichte geistige Beeinträchtigung hindert Hans Kohler daran, eine „normale“ Schulklasse zu besuchen. In der Kleinklasse hat er das Glück, von seiner Lehrerin reiche seelische Nahrung zu erhalten. Aber noch schlummert Hans Kohlers malerisch-zeichnerische Begabung. Er ist schon 23 Jahre alt, da legt ihm seine Mutter an einem Regensonntag ein Blatt Papier hin und sagt, er solle doch zum Zeitvertreib etwas zeichnen. Hans malt drauflos und überzieht das Blatt mit einem Mosaik winzig kleiner Flächen, stets oben links beginnend und am unteren Bildrand rechts mit seinen Initialen das Werk vollendend. Eigenwillige Farbkompositionen und Strukturen verbindet er zu Bildern von überraschender Harmonie. Der Sänger und Maler Arthur Loosli erkennt das eigenartige Talent von Hans Kohler. Er unterstützt ihn in seiner Arbeit und der Künstler malt nun jahrzehntelang Bild um Bild in geduldiger, minutiöser Kleinarbeit.