Niki de Saint Phalle (eigentlich Catherine Marie-Agnès Fal) verbringt ihre Kindheit und Jugend in Frankreich und den USA. Ohne spezifische Ausbildung beginnt sie als 20-Jährige im Rahmen einer Therapie zu malen. 1960 trennt sie sich von ihrem Mann und den beiden Kindern und zieht mit Jean Tinguely nach Paris. In den nächsten Jahren erregt sie Aufsehen und Kopfschütteln mit ihren „Schiessbildern“: An der Vernissage schiesst sie jeweils auf in Gipsreliefs eingearbeitete Farbbeutel und lässt so die Farbe verspritzen.

Ab 1963 setzt sich Niki in ihren Skulpturen mit der Rolle der Frau auseinander: Ihre Gebärenden, Bräute, Huren, Hexen bilden vorerst resignierend die überkommenen Möglichkeiten weiblicher Existenz ab. Mit den Nanas – Frauenfiguren mit betont üppigen, runden Formen, vor Sinnlichkeit und Lebenslust aus allen Nähten platzend - zeigt sie uns ein paar Jahre später die selbstbewusste, befreite Frau und die glückliche, schenkende Mutter. Ihre letzten Jahrzehnte widmet Niki de Saint Phalle vorwiegend Grossprojekten, vor allem dem „Giardino die Tarocchi“ in der Toscana, bestehend aus 22 monumentalen Skulpturen zu Motiven der Tarot-Karten.

mehr Informationen unter: www.nikidesaintphalle.org