Als Schüler von François Diday und Alexandre Calame lernt der junge Robert Zünd in Genf die heroisierende Alpenmalerei der Romantik kennen. Er wendet sich aber bald anderen Motiven zu. Als einer der ersten in der Schweiz hält er die „Alltagslandschaft“ des schweizerischen Mittellandes in der Umgebung von Luzern für darstellungswürdig: Waldränder, Baumgruppen, Wegpartien, Obstgärten, Getreidefelder, Seeufer. Meistens finden sich irgendwo in der Landschaft Menschen oder Tiere als Staffage. Erst in den letzten Bildern verschwinden sie vollständig. Zünds Werke entstanden alle im Atelier, basierend auf zahlreichen Zeichnungen und farbigen Ölskizzen. Meistens sind Bäume die grossen „Helden“ seiner Gemälde. Es gibt kein einziges Winterbild von Robert Zünd. Der Sommer mit seinen durchsonnten Waldpartien, den goldenen Weizenfeldern, den drohenden Gewitterwolken: das ist seine Welt.