Nach einer Lehre als Grabsteinbildhauer setzt er durch, dass er zur künstlerischen Weiterbildung die Kunstgewerbeschule Bern und dann die Kunstakademie in München besuchen darf. „Dort kam ich auf die Welt. Dort erlebte ich in den Nachwehen des Krieges die Verletzlichkeit, die Unsicherheit der Menschen.“ Er ist drauf und dran, sein Handwerk aufzugeben: Er will nicht einfach schöne Formen schaffen, er will Figuren kreieren, die etwas aussagen. Alberto Giacometti imponiert ihm. Aber er sucht seine eigene Aussage. Seine Figuren erscheinen wie Marionetten, an ihrem Kopf aufgehängt, die Füsse wie zufällig irgendwo den Boden berührend.

„Der Verletzlichkeit Raum geben“, das wird Schang Hutters Lebensthema. In seinen Figurenbündeln sind die Menschen hilflos, ohne Arme, gefesselt. Doch bald werden gerade die Arme zur zentralen Aussage. Es entstehen die „Veitstänzer“, Menschen, die mit ihren Verrenkungen, mit der Abwehrhaltung der riesigen Arme ihre Leiden und Qualen ausdrücken.

mehr Informationen unter: www.schang-hutter.ch